Harzklinikum pflanzt im Nationalpark Harz einen „Dorothea-Wald“

Die ersten 100 Laubbäume für einen künftigen „Dorothea-Wald“ sind im Nationalpark Harz unweit von Drei Annen Hohne gepflanzt worden. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben – aus der Pflege, dem ärztlichen Dienst und der Verwaltung aus den Krankenhäusern in Blankenburg, Quedlinburg und Wernigerode – haben gemeinsam mit Vertretern aus dem Nationalpark Harz am 24. Juni 2021 100 Buchensetzlinge gepflanzt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben und Vertreter des Nationalparks Harz am Pflanzort für den künftigen „Dorothea-Wald“ bei Drei Annen Hohne im Harzkreis (Foto: Harzklinikum)

Auch als ein Zeichen der Wertschätzung wird das kommunale Harzklinikum für jede seiner Mitarbeiterinnen, für jeden seiner Mitarbeiter einen Baum pflanzen: 2.000 Beschäftigte bedeuten 2.000 Bäume im Harzer Nationalpark, der die Region verbindet, in der das Klinikpersonal nicht nur arbeitet und wohnt, in der wir gern leben.

Mit diesem weithin sichtbaren Bekenntnis zur Harzregion ist zugleich ein erster öffentlicher Auftakt für die Kampagne „Dorothea 25“ vollzogen worden. Ein Ziel dieser Kampagne ist, bis zum Jahr 2025 – dann wird die Klinik-Namensgeberin Dorothea Christiane Erxleben 310 Jahre – zu den Top-Arbeitgebern über die Region hinaus zu gehören. Bis dahin sollen in verschiedenen Projekten Vorhaben zur besseren Mitarbeiterbeteiligung, zur Verbesserung von interdisziplinärer Zusammenarbeit auf den Stationen, zur Mitarbeitergesundheit und mehr erfolgreich umgesetzt sein. Das Ziel ist, dem Fachkräftemangel dadurch zu begegnen, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein – für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gleichermaßen für langjährige Kolleginnen und Kollegen.

Der „Dorothea-Wald“ – auf diesen Namen haben sich der Nationalpark und das Harzklinikum gern verständigt – ist ein Symbol und Signal an die Bevölkerung im Harzkreis, denn das kommunale Krankenhaus engagiert sich auch für seine Region: Umweltschutz, Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung, Wald als touristisches Erlebnis und Erholungsort – selbstverständlich auch für das eigene Klinikpersonal. Die Pflanzfläche ist ca. einen Hektar groß und befindet sich in der Nähe des HSB-Bahnhofs Drei Annen Hohne, der Hohne-Loipe sowie der Landesstraße gen Schierke und ist somit gut erreichbar – für Pflanzaktionen und für die pflanzenden Kolleginnen und Kollegen später bei Wanderungen mit ihrer Familie wieder leicht auffindbar. Die für den „Dorothea-Wald“ vorgesehene Fläche liegt im sogenannten 500-Meter-Sicherungsstreifen zu den benachbarten Landesforsten, deshalb musste dort der Borkenkäfer aktiv bekämpft werden. Die entstandene Freifläche bietet die Chance, dort die Natur bei der Entwicklung eines naturnahen Mischwaldes zu unterstützen, hat Nationalpark Harz-Leiterin Sabine Bauling zum Pflanzstart erläutert. Vorgesehen ist, dort Buche, Esche und Bergahorn zu pflanzen. Nach dem symbolischen Pflanzstart sind im Herbst Aktionstage für und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Harzklinikum geplant. Gemeinsam werden Baumsetzlinge gepflanzt, im Anschluss wird es Spiel, Spaß und Gespräche bei gutem Imbiss und erfrischenden Getränken im „HohneHof“ geben. Zunächst jedoch wurden jetzt die ersten 100 Buchenbäumchen unseres Harzklinikums gut in den Boden gebracht. Auf dass sie prächtig wachsen und den Wald im Harz wieder erlebbar werden lassen.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Raubtiere leben länger – Neue Studie weist verbesserte Haltung in Zoos weltweit nach

In modernen Zoos haben sich die Lebenserwartung und der Erfolg bei der Aufzucht von Jungtieren in den vergangenen 70 Jahren deutlich erhöht. So hat sich der Anteil der Tiere, die ein bestimmtes artspezifisches Alter erreicht haben, bei der Mehrzahl der Arten fast verdoppelt.

Bergzoo Halle – Foto Löwenmutter Lissa mit Jungtier

Dies ist das Ergebnis einer gerade veröffentlichten Untersuchung der Daten der 95 am häufigsten in Zoos gehaltenen Raubtiere. „Die Ergebnisse unserer Analysen zu den Lebensdaten von weltweit mehr als 160.000 gehaltenen Raubtieren belegen eindrucksvoll die verbesserte Haltung in unseren Zoos“, erläutert Dr. Marco Roller, Veterinär im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und einer der Autoren der Studie. Besonders erfreulich: Die nachgewiesenen Verbesserungen erstrecken sich über alle untersuchten Tierfamilien.

Die nun vorgestellte Untersuchung wurde möglich durch die von der weltweiten Zoogemeinschaft gesammelten und von der Organisation „Species360“ gesammelten Lebensdaten von Zootieren. „Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Haltung und Pflege unserer Tiere ist selbsterklärtes Ziel der internationalen Zoogemeinschaft“, betont Dr. Dennis Müller, Zoodirektor im Zoologischen Garten Halle und Mitautor. „Unsere Auswertung belegt ganz deutlich, dass wir mit unseren Anstrengungen bei der Erreichung dieses Ziels auf dem richtigen Weg sind.“

So sind unter anderem Löwen ein gutes Beispiel für die zoologischen Erfolge. Überlebte zu Beginn des Beobachtungszeitraums der Studie nur jeder dritte Junglöwe sein erstes Lebensjahr, sind es heute mehr als 60 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Kalifornischen Seelöwen aus: Vor 50 Jahren wurden nur 20 Prozent der Zootiere älter als 18; heute sind es rund 60 Prozent. Und auch die Kleinen Pandas gehören zu den zoologischen Erfolgen. Überlebte in den siebziger Jahren nur jedes zweites Jungtier sein erstes Jahr, sind es heute knapp 75 Prozent der Jungtiere, die erfolgreich großgezogen werden.

„Zoos sind etwas Besonderes“, sagt Marcus Clauss von der Universität Zürich und einer der Autoren. „Menschen halten Hunde, Katzen, Kaninchen oder Goldfische als Haustiere – aber weiß jemand, wie alt die im Durchschnitt werden? Wo kann man nachschauen, wie alt unsere Milchkühe werden? Zoos haben sich vor langer Zeit verpflichtet, die Lebensdaten ihrer Tiere kontinuierlich in einem gemeinsamen Archiv zu sammeln, und das bedeutet, dass sie Langzeit-Trends beobachten können – wie den in unserer Studie. Nur wer dokumentiert, kann schauen, ob er sich verbessert.“

Die in der wissenschaftlichen Publikation „Zoo Biology“ erschienene Studie können Sie vollständig unter folgendem Link nachlesen:

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/zoo.21639

Bild: Löwin mit Jungtier

Bildrechte: Bergzoo Halle

Web: vdz-zoos.org