Harzkristall in Derenburg im Harz

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Harzkristall Manufaktur in Derenburg bei Wernigerode

Heute besuche ich die Harzkristall Manufaktur in Derenburg bei Wernigerode. Sie gehört zu den wenigen noch produzierenden Glashütten in Deutschland. Die 1949 durch sudetendeutsche Glasmacher gegründete Hütte ist die einzige Hütte im Harz und die nördlichste Glashütte Deutschlands. Die zweistöckige Einkaufswelt mit zwei ganzjährigen Weihnachtsabteilungen lädt zum ausgiebigen Einkaufsbummel ein. Hier erlebt man Glas in allen Formen und Farben. Ein Großteil der Produkte wird noch heute in der Glasmanufaktur hergestellt. Von Glasschmuck über dekorative Glastiere und Outdoor-Produkte bis hin zu exklusiven Glasvasen und Lampenschirmen aus Glas findet man hier ein vielfältiges Sortiment aus Glas. In den zwei ganzjährigen Weihnachtsabteilungen gibt es klassische Weihnachtsbaumkugeln und anderen Weihnachtsbaumschmuck aus Glas zum bewundern und kaufen. Es gibt auch eine Harzhexe aus Glas. Sehenswert, die direkte Vorführung bei der Gestaltung von Glasprodukten. Der Erlebnisrundgang ManufaktOur läßt Glas mit allen Sinnen erleben. Weiterhin alles über die Entstehung und Verarbeitung des Rohstoffs Glas erfahren. Hier kann man Glasbläser hautnah bei der Produktion mundgeblasener Glasprodukte beobachten, während man die Hitze des Schmelzofens im Gesicht spürt. Die Führungen werden täglich angeboten. Nach dem Rundgang gibt es Kaffee, Kuchen und andere Köstlichkeiten im Café Harzkristall. Es ist komplett ebenerdig und verfügt über knapp 100 Sitzplätze im Innenbereich und weitere 80 Plätze im Außenbereich. Weiterhin gibt es einen tollen Spielplatz für die jüngsten Besucher. Also auf nach Derenburg im Harz.
Ihre Pia. Danke.

Einheitsbotschafterin Sachsen – Maria Piechnick: „Wenn ich was zu bestimmen hätte, würde ich zuerst mal die Klischees abschaffen“

Dresden / Halle (Saale) (ots) Den Tag der Deutschen Einheit feiern wir in diesem Jahr in Halle in Sachsen-Anhalt. Für Sachsen ist als Einheitsbotschafterin Maria Piechnick aus Horka im Landkreis Görlitz dabei.

Einheitsbotschafterin in Sachsen Maria Piechnick

Sie kennt Deutschland nur als ein Land, konnte immer überallhin reisen. Über die Zeit der Teilung weiß sie einiges durch die Erzählungen ihrer Eltern.

Maria hat eine Firma gegründet, in der sie die Art, wie Roboter lernen, revolutionieren will.

An Sachsen-Anhalt findet sie die Dichte der Kulturdenkmäler beeindruckend. Bei ihrem Besuch in Halle braucht sie sich auf dem Markt nur einmal im Kreis zu drehen, um Baudenkmäler der Neogotik, Neurenaissance, des Neubarock und Jugendstils zu sehen.

Und Sie feiern online mit auf www.tag-der-deutschen-einheit.de

Maria Piechnick (34) ist in der Oberlausitz aufgewachsen. Geboren in der Gemeinde Horka, Schule in Rothenburg, Deutschlands östlichster Kleinstadt, direkt an der polnischen Grenze. Informatik-Studium an der TU Dresden, dort mit ihrer Doktorarbeit zum Thema „Intelligente Kleidung“ begonnen. Außerdem gründete sie das Startup-Unternehmen „Wandelbots“ – hier geht es um wegweisende Lerntechnologien für Roboter. Sie mag die Unterscheidung in Ost- und Westdeutsche nicht. „Im 21. Jahrhundert sind wir ohnehin alle Europäer.“

Ich komme aus Sachsen, das ist meine Heimat. Wir Sachsen werden von anderen oftmals belächelt und auf unseren Dialekt reduziert. Ja, bei manchen gibt es eine gewisse Skepsis gegenüber Neuem oder Fremdem. Aber eigentlich sind wir Sachsen kreativ, innovativ und kommunikativ. Wenn es Probleme gibt, geben wir nicht auf. Wir unterstützen uns und finden gemeinsam eine Lösung.

Ich bin ein Nachwendekind. Ich konnte von Anfang an überall hinreisen, in den Geschäften gab es alles zu kaufen, was man brauchte. Wie es vorher in der DDR war, weiß ich von meinen Eltern. Gerade die Wende war eine prägende Zeit für unsere Familie. Durch die Neustrukturierung der Betriebe waren sämtliche Arbeitsplätze gefährdet, daher gründete mein Vater kurzerhand seinen eigenen Betrieb als Elektroingenieur und nahm einige seiner Kollegen mit. Eine fordernde Zeit für ihn aber letztendlich erfolgreich, der Betrieb existiert noch heute. Unternehmertum, Erfindungsreichtum und Problemlösungsfähigkeit war mir im Grunde in die Wiege gelegt worden.

Wandelbots, das Startup, das ich mit einigen Kollegen aufbaue, beruht auf einer völlig anderen Gründungsgeschichte. Worum es bei unserer Firma geht? Mit einem speziell entwickelten Stift können wir ganz genau die Bewegungen vorgeben, die der Roboter lernen soll. Das erspart das ziemlich aufwendige Programmieren. Zudem gibt es zu wenig qualifizierte Programmierer – das bedeutet zusätzlich lange Wartezeiten. Die lassen sich mit unserer Technologie umgehen. Und die funktioniert für alle Systeme, unabhängig von den verschiedenen Programmiersprachen, die oft jeweils eigene spezielle Codes verwenden. Unsere Idee könnte der dringend nötigen Robotisierung insbesondere im Mittelstand einen entscheidenden Impuls verpassen. Davon profitieren doch alle.

Gerade Leute aus dem Westen fragen manchmal: Warum wir gerade in Dresden eine Firma gründen. Aber auch: Frauen haben es bei euch im Osten im Beruf leichter. In Letzterem haben sie vielleicht Recht. Da muss der Westen immer noch aufholen.

Wenn ich was zu bestimmen hätte, würde ich zuerst mal die Klischees abschaffen. Ich mag die Unterscheidung in Ost- und Westdeutsche nicht und kann mich damit nicht identifizieren. Im 21. Jahrhundert sind wir ohnehin alle Europäer. Und ich würde dafür sorgen, dass die Infrastruktur im Osten noch schneller aufgebaut wird. Das ist wichtig für die Wirtschaft.

Alle Infos und weiterführende Inhalte finden Sie auf der Homepage zum Tag der Deutschen Einheit (https://tag-der-deutschen-einheit.de) und auf den Kanälen der Sozialen Netzwerke Facebook, Instagram, YouTube und Twitter. #TDE2021