Stadt Osterwieck: Sanierung Schäfers Hof

Die Stadt Osterwieck ist, wie Quedlinburg und Goslar, ein Lehrbuch des niedersächsischen Fachwerkstils.

Stadt Osterwieck

Das geschlossene Bild von Fachwerkhäusern innerhalb des ehemaligen Mauerrings entstand überwiegend nach dem verheerenden Stadtbrand von 1511 im 16. und 17. Jahrhundert. In der nordöstlichen Ecke der Altstadt liegt ‚Schäfers Hof‘. An den Außenwänden des Hauptgebäudes sind enorme Schäden sichtbar. Im Innenbereich fehlen in einigen Räumen die Wandanschlüsse. Auch die Decken weisen Schäden auf und das Dach ist zu reparieren. 2020 förderte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Sanierung der Rückwand auf der Südseite mit 20.000 Euro. Die Arbeiten am Haus haben bereits begonnen. Dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale gibt es nun 20.000 Euro für die Sanierung der südlichen Fachwerkaußenwand und des südöstlichen Eckbereichs. Der ‚Schäfers Hof‘ in Osterwieck gehört zu den über 610 Objekten, die die private DSD allein in Sachsen-Anhalt bereits fördern konnte. Der große Ackerbürgerhof entstand im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts. In den kommenden Jahrhunderten wurde er mehrfach erweitert. Die Fachwerk-Anlage besteht aus Wohn- und Wirtschaftsbauten und einem Taubenturm. Im Südgebäude haben sich Reste bauzeitlicher Wandmalereien erhalten. Die Hofanlage ist die einzige vollständig erhaltene in Osterwieck.

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