Im Jahr 2025 ist Niedersachsen mit einem Indexwert von 6,183/10 das Bundesland mit den besten Aufklärungsquoten über die 80 Deliktarten verteilt ist. Niedersachsen löst damit Mecklenburg-Vorpommern ab, welches die besten Quoten im Vorjahr verzeichnete. Niedersachsen weist eine Aufklärungsquote von über 80 % für 39 der 80 untersuchten Deliktarten auf, sowie die bundesweit höchste Aufklärungsquote (100 %) für Kreditbetrug.
Berlin, das Bundesland mit den höchsten Fallzahlen pro 100.000 über die 80 Delikte verteilt, liegt auf Platz 15, was die Aufklärungsquoten angeht, mit einem Indexwert von 3,490/10. Die Quoten für die beiden häufigsten Delikte liegen hier bei nur 45,0 % bzw. 33,6 %, was im Umkehrschluss einer hohen absoluten Zahl an ungelösten Fällen entspricht. Besonders die Quote für Betrug bzw. Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel (7,1 %) sticht als bundesweit niedrigste heraus.
Bremen verzeichnete mit einem Indexwert von 2,487/10 die bundesweit niedrigsten Aufklärungsquoten im Jahr 2025 über die 80 untersuchten Deliktarten verteilt. In Bremen liegen alle Aufklärungsquoten in der Tabelle bei unter 50 %. Für Waren- und Warenkreditbetrug (42 %), sowie Kapitalanlage- und Anlagebetrug (6,7 %), hat Bremen außerdem die niedrigsten Aufklärungsquoten bundesweit.
Adam Nasli, leitender Brokeranalyst bei BrokerChooser, kommentiert die Lage der Finanzkriminalität in Deutschland:
„Eine praktische Faustregel für Online-Privatanleger lautet: Ist eine Anlagemöglichkeit oder ein Anlageprodukt nicht über einen gut regulierten Online-Broker zugänglich, der von Aufsichtsbehörden wie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), der britischen FCA, der US-amerikanischen SEC oder wichtigen EU-Regulierungsbehörden beaufsichtigt wird, sollten Anleger äußerst vorsichtig sein – oder es ganz meiden.
Regulierung beseitigt zwar weder Marktrisiken noch Betrugsrisiken, verringert aber die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass Betrüger das Geld von Anlegern einbehalten und irreführende Strukturen sowie ungleiche Wettbewerbsbedingungen entstehen.
Neben der Wahl von Brokern mit erstklassiger Regulierung können Anleger ihr Kapital zusätzlich schützen, indem sie ihr Portfolio auf mehrere Anbieter verteilen und Anlageberatung von unbekannten Personen, die über soziale Medien Kontakt aufnehmen, skeptisch gegenüberstehen.
Wer Opfer von Finanzkriminalität wird, muss den Fall unbedingt den Behörden melden. Nur so besteht die Chance auf die Rückerstattung des Geldes, die strafrechtliche Verfolgung der Täter und den Schutz anderer potenzieller Opfer vor ähnlichen Fallen.”






