Archiv der Kategorie: Finanzen & Versicherungen

Covid-19 in Sachsen-Anhalt: Mehrzahl der Beatmungspatienten in nur wenigen Krankenhäusern versorgt

Eine Auswertung der AOK Sachsen-Anhalt unter ihren Versicherten zeigt, dass die Hälfte der Krankenhäuser im Land fast 80 Prozent der Covid-19-Beatmungspatienten behandelt hat. Die Zahlen bestätigen auch für Sachsen-Anhalt den bundesweiten Trend, wonach in der Pandemie der Großteil der erkrankten Patienten in größeren, erfahreneren Krankenhäusern versorgt wurden. Genau aus diesem Grund müsse laut AOK die Spezialisierung von Krankenhausleistungen weiter auf der politischen Agenda bleiben.

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29. September 2021 / Magdeburg – Von Februar 2020 bis August 2021 wurden in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern über 6.200 AOK-Versicherte mit einer bestätigten Covid-19-Erkrankung behandelt. 13 Prozent davon waren so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden mussten.

Die Hälfte der Kliniken, die Beatmungsfälle versorgt haben, behandelten dabei 79 Prozent aller Beatmungspatienten (Tabelle 1). Die übrigen Fälle verteilten sich auf die restlichen an der Versorgung beteiligten Krankenhäuser mit oftmals sehr kleinen Fallzahlen. Insgesamt wurden von der Hälfte der Krankenhäuser im Land 84 Prozent aller Covid-Fälle versorgt. (Tabelle 2)

Innerhalb dieser Krankenhäuser wiederum trugen die großen Häuser mit einer Bettenanzahl von 300 Betten und mehr die Hauptlast. Mehr als 75 Prozent der Beatmungsfälle und 80 Prozent aller Fälle wurden von diesen Häusern versorgt.

Bundesweiter Trend bestätigt

Die Zahlen bestätigen auch für Sachsen-Anhalt einen Zentralisierungseffekt, nach dem insbesondere bei der Schwere des Krankheitsbildes Covid-19 vor allem geeignete Krankenhäuser mit der entsprechenden Größe, Ausstattung und erfahrenen Behandlungsteams angesteuert wurden. Zuletzt hatte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in seinem Krankenhausreport 2021 festgestellt, dass bundesweit die Hälfte der Kliniken 86 Prozent der Covid-19-Fälle behandelten. Rund die Hälfte der an der Versorgung von Beatmungsfällen beteiligten Krankenhäuser versorgten 83 Prozent der Beatmungspatienten. Die Analyse zeigte auch, dass die größten Krankenhäuser auch die meiste Beatmungserfahrung hatten.

„Gerade in der Krise zeigt sich: Wir brauchen nicht weniger Spezialisierung von Kliniken, sondern mehr“, sagt Anna Mahler, Pressesprecherin der AOK Sachsen-Anhalt. „Diese Themen müsse deshalb weiter auf der politischen Agenda bleiben.“

Ziel müsse deshalb die Verbesserung der Versorgungsqualität durch die Spezialisierung stationärer Leistungsangebote sein. Die Behandlungsqualität hängt davon ab, dass jedes Krankenhaus die Behandlung erbringt, für die es auch über eine ausreichende personelle und infrastrukturelle Basis verfügt.

Internet: www.aok.de
Facebook: facebook.com/AOK.SachsenAnhalt
EU-DSGVO: www.aok.de/san/datenschutzrechte

Mit nur 100 Followern zum Influencer werden

„Jeder dritte Millennial & Gen-Z wäre gerne Influencer. Diesen Traum verwirklichen nun drei junge Hamburger Gründer. Sie demokratisieren mit ihrer App den Influencer Markt und machen so ihre Altersgenossen zu Markenbotschaftern.“

Das Team von yamuntu.

yamuntu macht das Game wieder authentisch. Die Community wird nicht wie marktübliche Influencer durch Unsummen motiviert, fremden Leuten Produkte zu empfehlen. Sie kaufen das Produkt selbst und geben anschließend ihr authentisches Feedback und zeigen damit, wofür sie stehen. Vor allem, wenn die User Empfehlungen für ihren engsten Freundeskreis aussprechen, müssen sie an erster Stelle selbst vom Produkt überzeugt sein. Und wieso nicht gleich Geld dabei machen?

Das Prinzip: Story posten & Geld verdienen

Sobald der User die yamuntu App heruntergeladen hat, kann dieser bei einem der 25 Partnershops das aktuelle Lieblingsprodukt einkaufen und – sobald das Produkt bei ihm ankommt – über die App eine Story oder TikTok dazu posten. In der Story wird mit einem kleinen Sticker auf den Partner und das Sponsoring verwiesen, bei dem eingekauft wurde. Innerhalb von 48 Stunden bekommt man dann sein Cashback über Paypal ausgezahlt. Mit nur zwei Minuten Aufwand kann der User bis zu 30 Euro an seiner Story verdienen. So kann jetzt Jeder von Brands gesponsert werden. Der Partner erhält dagegen authentischen Content und nutzt die organische Reichweite seiner Kunden.

Wieso das vorher noch niemand gemacht hat? Das fragte sich auch Wunni, der heute 22-jährige Gründer von yamuntu. Mit nur 18 Jahren kam er auf die Idee, die Reichweite von Social Media Usern zu nutzen. Zwei Jahre später arbeiten nun schon 15 Mitarbeitern aus 7 verschiedenen Nationen an der App. Darunter Martin Westphal, der seine gut bezahlte Rolle als Tech Evangelist bei ABOUT YOU verlassen hat, um den Posten als CTO zu übernehmen.

yamuntu soll als Social Commerce Plattform der Shopping-Standard für ihre Generation werden. Millennials und Gen-Z sollen die spannendste Einkaufserfahrung erleben und einen Ort finden, an dem sie sich inspirieren und ihr Umfeld daran teilhaben lassen können. yamuntu möchte Jedem dazu verhelfen, seinen Impact wahrzunehmen, motivieren, diesen auszuleben und zu zeigen, wofür er steht. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Follower man hat.

Selbst erfolgreiche Gründer und Unternehmer wie Rolf Schrömgens (trivago), Robert Kabs (moebel.de), Philipp Frenkel (Mister Spex) und Tim Ringel (Global CEO @ Spring Studios) glauben an die Idee und haben in der letzten 7-stelligen Finanzierungsrunde einiges an Kapital zugesteuert.

Web: www.yamuntu.com

Wie lernt mein Kind, mit Geld umzugehen?

Elternratgeber der SOS-Kinderdörfer

„Kann ich das haben??? … Alle anderen haben das auch!“ Die Wünsche von Kindern und Jugendlichen sind oft größer als der Geldbeutel. „Dass Geld nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, müssen Kinder erst lernen“, sagt Birgit Satke, Leiterin der Beratungsstelle „Rat auf Draht“ der SOS-Kinderdörfer in Österreich. Je früher Kinder die Bedeutung und den Mechanismus von Geld begreifen, desto leichter fällt es ihnen später, reflektiert mit Geld umzugehen.

Nicht alles, was Spaß macht, muss Geld kosten. Im aktuellen Ratgeber der SOS-Kinderdörfer erfahren Eltern, wie sie ihren Nachwuchs beim achtsamen Umgang mit Geld unterstützen können. Je früher Kinder die Bedeutung und den Mechanismus von Geld begreifen, desto leichter fällt es ihnen später, reflektiert damit umzugehen.

So können Eltern ihre Kinder dabei unterstützen:

#1 Erwachsene sind Vorbilder.

Lange bevor Kinder den Wert einzelner Münzen und Scheine einschätzen können, bekommen sie mit, wie die Eltern damit umgehen. Lassen Sie Ihr Kind teilhaben und zum Beispiel wissen, dass auch Sie Wünsche haben, für die Sie sparen müssen. Auf die Erfüllung von Wünschen warten zu können ist wichtig, um sich später in unserer Konsumwelt gut zurecht zu finden.

#2 Geld wächst nicht im Bauch des Bankomaten.

Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, was Geld bedeutet und woher es kommt. Denn Plastikkarten und Bankomat spiegeln eine falsche Realität vor. Kinder verstehen den Geldfluss nur, wenn man ihnen erklärt, dass Geld mit Arbeit verbunden und beschränkt ist.

#3 Erstes Taschengeld

Um einen maßvollen Umgang zu lernen, brauchen Kinder eigenes Geld, über dessen Verwendung sie selbst entscheiden dürfen. Regelmäßiges Taschengeld ist ab dem Schuleintritt sinnvoll, wenn Kinder schon kleinere Beträge nachrechnen und den Dingen einen Wert zuordnen können. Zahlen Sie das Taschengeld regelmäßig, unaufgefordert und in fester Höhe aus. Die Auszahlung sollte zunächst wöchentlich erfolgen, da unter 10-Jährige noch nicht so lange planen können, dann monatlich. Wenn der Nachwuchs vor der nächsten Rate schon pleite ist, besprechen Sie, wie es dazu kam und wie man es das nächste Mal besser machen kann.

#4 Taschengeld ist kein Druckmittel

Knüpfen Sie an das Taschengeld keine Bedingungen. Zahlen Sie es nicht fürs Bravsein aus und bestrafen Sie die Kinder nicht mit dem Entzug von Taschengeld, zum Beispiel bei schlechten Noten.

#5 Verwendung des Taschengelds

Das Taschengeld sollte nicht für notwendige Anschaffungen wie Schulsachen oder das Mittagessen verwendet werden müssen. Es ist für Dinge da, die Ihr Kind gerne zusätzlich hätte. Bewerten Sie die Ausgaben nicht mit Kommentaren wie „sinnvoll“ oder „überflüssig“. Machen Sie das Taschengeld aber auch nicht überflüssig, indem Sie selbst fast alle Wünsche Ihrer Kinder erfüllen.

#6 Geld macht nicht glücklich.

Zeigen Sie Ihrem Kind, welche kostenfreien Möglichkeiten es gibt, Spaß zu haben. Nicht jeder Ausflug muss Geld kosten und nicht jede Minute Freizeit mit Konsum gefüllt sein. Gehen Sie zum Beispiel gemeinsam Kastanien sammeln oder besuchen Sie Second-Hand-Läden. Gebrauchte Spielsachen machen genauso viel Spaß, schonen Geldbeutel und Umwelt, und Kinder lernen, dass diese Gegenstände noch immer einen Wert haben.

Web: www.sos-kinderdoerfer.de

Von Magdeburg bis München – Wohneigentum in Zahlen

LBS-Broschüre „Markt für Wohnimmobilien 2021“ neu erschienen – Analysen zu Teilmärkten und Einflussfaktoren – Aktuelle Einschätzung zu Corona-Auswirkungen

Immobilienvermittler von LBS und Sparkassen erwarten für 2021 einen kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Deutschland – Umland ist nach Pandemieerfahrung besonders beliebt und laut LBS-Immobilienpreisspiegel oft noch günstig .

265.000 Euro in Magdeburg, 1,7 Millionen Euro in München – so weit liegen die Preise für typische freistehende Einfamilienhäuser in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und jener von Bayern auseinander. Das ist nur eines der Ergebnisse der Frühjahrsbefragung von Immobilienvermittlern der Landesbausparkassen und Sparkassen. Wie zu Beginn eines jeden Jahres gaben die Marktbeobachter auch in diesem Jahr Auskunft über die Preissituation vor Ort und ihre Erwartungen zur Entwicklung des Marktes in den kommenden Monaten. Entstanden ist so ein Preisspiegel für mehr als 1.000 Städte, der Immobilieninteressenten eine Orientierung liefert, mit welchen Preisen sie gerade rechnen müssen – und welche gerechtfertigt sind. Der Blick in die Zukunft verspricht noch keine Entspannung: Die Experten gehen fast überall in Deutschland von einer ungebrochenen Nachfrage, einer kaum gebesserten Angebotssituation und weiter steigenden Preisen aus. Sie beobachten aber auch, dass die Pandemie- und Lockdown-Erfahrungen die Wohnwünsche verändert haben: Die Vororte der Städte und der ländliche Raum im erweiterten Einzugsgebiet könnten künftig als Wohnstandorte stärker gefragt sein – auch damit sich die Menschen wichtiger gewordene Wohnansprüche wie einen Garten und eine größere Zimmerzahl erfüllen können.

Wie in jedem Jahr liefert die LBS-Broschüre „Markt für Wohnimmobilien“ neben den Markteinschätzungen in kompakter Form die wichtigsten Kennziffern rund um den Wohnungsmarkt – zusammengestellt aus der amtlichen Statistik und interessanten Studien. Zu entdecken sind erfreuliche wie weniger erfreuliche Entwicklungen unter anderem in den Themenfeldern Bautätigkeit, Baufinanzierung, Rahmenbedingungen, Eigentumsbildung und Klimaschutz. Auf der Habenseite steht sicherlich der Neubau: Die Baugenehmigungen haben ihr hohes Niveau der vergangenen Jahre gehalten (2020: 368.000) und die Zahl der fertiggestellten Wohnungen übertrifft erstmals seit langer Zeit wieder die Marke von 300.000. Zugleich wird aber auch der Rückstau an genehmigten, aber noch nicht gebauten Ein-und Mehrfamilienhäusern immer größer: Fast 780.000 unvollendete Wohneinheiten harren mittlerweile der Schlüsselübergabe.

Ebenfalls in die Kategorie „unerfreulich“ fallen die weiter gestiegenen Baukosten (seit 2015 um 16,4 Prozent), die erstmals seit der Wiedervereinigung leicht sinkende Wohneigentumsquote und das schrumpfende Potenzial an Ersterwerbern einer Wohnimmobilie. Letzteres resultiert vor allem daraus, dass das angesparte Eigenkapital vieler Mieter nicht mit den steigenden Immobilienpreisen Schritt gehalten hat. Erfreulich ist dagegen das Engagement der Wohneigentümer für die Energiewende im Eigenheim. Zugleich wird aber auch ersichtlich: Der Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand ist immer noch weit.

Die Broschüre:

Markt für Wohnimmobilien 2021, herausgegeben von der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen im Deutschen Sparkassen- und Giroverband, kann kostenlos bestellt werden bei:

LBS-Versandservice
Stichwort: „Immobilienmarkt 2021“
Werner-von-Siemens-Straße 13
53340 Meckenheim

Die Bezugsadresse im Internet, wo die Broschüre auch zum Download zur Verfügung steht, lautet:

Web: https://www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de/bestellen/

Steuererklärung für das Corona-Jahr: Kurzarbeit und Kinderbetreuung

Die Steuererklärung für 2020 ist für viele komplexer als sonst. Gut, dass sie erst Ende Oktober beim Finanzamt sein muss, denn die Bundesregierung hat die Abgabefrist verlängert. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) zeigt, worauf Sie bei Ihrer „Corona-Steuererklärung“ besonders achten sollten, wenn es um die Themen Kurzarbeit und Kinderbetreuung geht.

Steuererklärung für das Corona-Jahr: Kurzarbeit und Kinderbetreuung

Wer mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld in einem Jahr bezogen hat, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet und muss darin das Kurzarbeitergeld angeben. Eigentlich ist es steuerfrei, trotzdem kann in bestimmten Fällen eine Steuernachzahlung entstehen – wegen des Progressionsvorbehalts.

Kurzarbeitergeld – und wie das Finanzamt rechnet

Das bedeutet: Das Kurzarbeitergeld selbst ist zwar steuerfrei, wird vom Finanzamt aber trotzdem zur Berechnung des individuellen Steuersatzes herangezogen. Der Fiskus addiert dabei das zu versteuernde Einkommen mit den staatlichen Lohnersatzleistungen wie dem Kurzarbeitergeld und ermittelt daraus den Steuersatz. Dieser höhere Steuersatz wird schließlich zwar nur auf das zu versteuernde Einkommen angewandt, weil das Kurzarbeitergeld steuerfrei ist; aber am Ende führt das trotzdem zu einem höheren Steueranspruch seitens des Finanzamts als ohne Kurzarbeitergeld. Das Finanzamt kann also möglicherweise eine Nachforderung stellen. Davon betroffen können zum Beispiel Ehepaare sein, die gemeinsam veranlagt werden und bei denen nur einer Lohnersatzleistungen bezogen hat.

Je nachdem, ob die Arbeitszeit einer Arbeitnehmerin oder eines Arbeitnehmers zu 100 oder zu 50 Prozent gekürzt und dementsprechend Kurzarbeitergeld bezogen wurde, kann man entweder mit einer Steuererstattung rechnen oder mit einer Steuernachzahlung. Hier zwei Beispiele:

  • Arbeitnehmer, deren Unternehmen vorübergehend komplett geschlossen wurde, sind folglich zu 100 Prozent ausgefallen. Wer in so einem Fall Kurzarbeitergeld für zum Beispiel drei Monate erhalten hat, kann mit einer Steuererstattung rechnen. Denn – verteilt auf das gesamte Jahr – wurden in den Monaten ohne Kurzarbeit zu viel Lohnsteuern einbehalten.
  • Umgekehrt gilt beispielsweise für Arbeitnehmer, die zu 50 Prozent in Kurzarbeit waren: Arbeiten Sie das gesamte Jahr über monatlich nur zur Hälfte, müssen Sie in der Regel mit einer Steuernachzahlung rechnen – denn der Arbeitgeber hat im Laufe des Jahres meist zu wenig Lohnsteuern an das Finanzamt abgeführt.

Gut zu wissen: Es gibt im Fall von Kurzarbeit für Verheiratete in bestimmten Fällen eine Möglichkeit, etwaige Nachzahlungen zu vermeiden: Sie können bei Abgabe der Steuererklärung wählen, dass sie die Steuererklärungen 2020 getrennt abgeben wollen, sich also für eine Einzelveranlagung entscheiden. Dadurch geht zwar der Splittingvorteil verloren, dennoch könnte sich die Entscheidung finanziell auszahlen. Deshalb sollten betroffene Ehepaare und eingetragene Lebenspartner genau prüfen (lassen), ob sich diese Variante für sie lohnt, denn das Finanzamt rechnet nicht die günstige Variante aus.

Kinderbetreuungskosten – und wie sie bezahlt werden müssen

Viele Familien waren wegen geschlossener Schulen und Kitas im letzten Jahr erstmals oder häufiger als sonst auf einen Babysitter angewiesen. Gut, dass sie die Kinderbetreuungskosten bis zum 14. Lebensjahres ihres Kindes als Sonderausgaben von der Steuer absetzen können, und zwar bis zu zwei Drittel der Kosten und maximal 4.000 Euro pro Kind und Jahr. Zu diesen Kosten zählen zum Beispiel der Platz in einem Kindergarten, einer Kindertagesstätte oder einem Kinderhort, aber auch die Kosten für einen Babysitter. Voraussetzung ist, dass das Kind im eigenen Haushalt lebt.

Wer also entsprechende Ausgaben hatte, sollte diese Kosten in seiner Steuererklärung angeben. Allerdings müssen die Zahlungen mittels Rechnung und Überweisungsträger nachgewiesen werden können, Barzahlungen akzeptiert das Finanzamt nicht.

Wichtig: Die Kosten für beispielsweise Essensgeld dürfen Sie steuerlich nicht geltend machen. Die Konsequenz ist, dass Sie bei der Rechnung genau darauf achten müssen, dass die Kosten für die Betreuung extra ausgewiesen sind.

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater.

Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Web: www.vlh.de

Buch Finanzplaner Berufseinsteiger Gleich richtig loslegen

Mit dem ersten eigenen Geld kommen viele Fragen: Welche Bank passt zu mir? Wie kann ich Steuern sparen, Vermögen aufbauen und für später vorsorgen? Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Im Finanzplaner Berufseinsteiger werden die wichtigsten Fragen geklärt. Von Girokonto und Kreditkarte über Steuern bis Vermögensaufbau und Versicherungen zeigt der neue Finanztest-Ratgeber anhand von Infografiken, Beispielrechnungen und Checklisten worauf es ankommt – dazu braucht es kein Vorwissen.

„Immer wieder zeigen Untersuchungen, dass es nur wenigen Schulen gelingt, ihre Schülerinnen und Schüler für die finanziellen Anforderungen im Alltag fit zu machen“, sagt der Autor Thomas Hammer. Der Finanzplaner schließt diese Bildungslücke und hilft Berufsneulingen, die Weichen für ihre Finanzplanung von Anfang an richtig zu stellen – egal ob sie eine Ausbildung starten oder nach dem Studium den ersten Job antreten.

Wer zum ersten Mal Geld verdient, versucht sich zunächst einen Überblick über die eigenen Finanzen und Versicherungen zu verschaffen. Der Finanztest-Ratgeber setzt klare Schwerpunkte auf vier Bereiche der Finanzplanung: Alltägliche Einnahmen und Ausgaben, Absicherung von Risiken, Notfallreserve und Sparen sowie Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Übersichtsgrafiken, Praxis-Tipps und Anwendungsbeispiele vereinfachen den Einstieg ins Thema – anschaulich und praxisnah.

In sieben Schritten liefert dieser Ratgeber eine Finanzplanung mit klaren Handlungspaketen, die mit wenig Aufwand verbunden und dennoch effizient ist.

Der Autor: Thomas Hammer ist seit mehr als 15 Jahren als freier Wirtschaftsjournalist tätig und auf Erklärtexte spezialisiert. Komplexe Sachverhalte macht er für alle verständlich – lebendig und ohne Substanzverlust. Er arbeitete unter anderem für die ZEIT, die Süddeutsche Zeitung und die WELT.

Der Finanzplaner Berufseinsteiger ist ab dem 24. August 2021 im Handel erhältlich. Über www.test.de/finanzplaner-berufseinsteiger kann er online bestellt werden.

Gefährliches Abenteuer: Auf der Suche nach dem spektakulärsten Urlaubsfoto

Waghalsige Aktionen auf der Jagd nach dem perfekten Bild: Darauf sollten nicht nur Influencer, sondern auch Hobby-Fotografen achten

Und wenn etwas passiert? So sichern Sie sich optimal abVon Wattenmeer bis Zugspitze: Die schönsten und gefährlichsten Spots des Landes

Schön, aber gefährlich: Die Jagd nach dem perfekten Bild

Zehn Meter über dem Abgrund, unten nichts als ein Fjord, unberührte Natur, wohin das Auge reicht: Im Internet können Bilder und Videos gar nicht aufregend genug sein. Vor allem Influencer, für die jedes Bild einzigartig sein muss, führt der Weg zum perfekten Bild immer wieder über gefährliche Pfade. Häufig nehmen die Profis für mehr Klicks, Likes und Aufmerksamkeit Risiken in Kauf. Und auch Amateure werfen für den ultimativen Urlaubs-Schnappschuss gerne mal alle Vorsicht über Bord. Die Experten der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) geben Tipps, wie Sie am besten auf sich und andere aufpassen und beraten zum Thema Versicherungsschutz im Freien – für Mensch und Ausrüstung.

Was sind die absoluten No-Gos?

Auf dem Weg zum perfekten Bild gilt es vor allem drei Dinge zu beachten: 1. Gehen Sie kein unnötiges Risiko ein und überschätzen Sie sich nicht. Dabei ist es egal, ob Sie in der Natur unterwegs sind oder in der Stadt. Bereiten Sie sich gut auf längere Ausflüge vor und denken Sie daran, für Notfälle ein Telefon mitzunehmen. 2. Denken Sie immer daran, dass Sie nicht allein sind und auch auf andere Menschen Rücksicht nehmen sollten. Seien Sie auch nicht zu schüchtern, etwas zu sagen, wenn Sie sehen, dass sich jemand anderes (absichtlich oder nicht) in Gefahr begibt. 3. Nehmen Sie Rücksicht auf Tiere und Pflanzen. Vor allem brütende oder junge Tiere sind oft schreckhaft. Passen Sie auf Ihren Exkursionen außerdem auf, dass Sie keine Pflanzen zertrampeln, Sträucher abknicken oder Bäume beschädigen. Das gilt im Übrigen auch, wenn Sie im Großstadtdschungel unterwegs sind.

Was kann und was sollte ich absichern?

Die gesetzliche Unfallversicherung deckt meist nur Unfälle während der Arbeit und auf dem Weg von und zur Arbeit ab. Daher ist es dringend ratsam, eine private Unfallversicherung abzuschließen. Falls bei der Suche nach dem schönsten Foto oder bei der Pose für das Foto im Netz etwas Unvorhergesehenes geschieht, ist man abgesichert. Unverzichtbar ist auch die Haftpflichtversicherung. Schließlich kann es auch schnell mal passieren, dass Sie etwas beschädigen, was Ihnen gar nicht gehört. Ebenfalls ratsam ist eine Hausratversicherung, die eine Außenversicherung beinhaltet. So sind Sie beispielsweise auch abgesichert, wenn Ihre Kamera oder Ihr Telefon unterwegs beschädigt oder geraubt werden. Aber Achtung: Normalerweise schützen diese Versicherungen nicht gegen alle Gefahren, die Ihren Sachen drohen. Klären Sie deshalb mit einem Finanzprofi, ob es Sinn macht, das wertvolle Equipment gesondert zu versichern und welche Bausteine der Absicherung wirklich sinnvoll sind.

Gut zu wissen:

Viele Influencer sind im Netz so erfolgreich unterwegs, dass sie als Selbständige gelten. Dadurch ändert sich auch automatisch der Versicherungsbedarf. Deshalb gilt in jedem Fall: Suchen Sie das Gespräch mit einer Vermögensberaterin oder einem Vermögensberater, um zu besprechen, welche Versicherungsbausteine wichtig oder unwichtig sind.

Die schönsten und gefährlichsten Spots des Landes

  • Das Wattenmeer: Immer wieder werden Ausflügler während einer Wattwanderung von der Flut überrascht.
  • Die Zugspitze (und Umgebung): Der höchste Punkt Deutschlands übt einen großen Reiz aus. Was viele unterschätzen: Im Hochgebirge kann jeder falsche Schritt schlimme Folgen haben.
  • Die Rakotzbrücke unweit der deutsch-polnischen Grenze: Die Brücke, die über einen künstlichen angelegten See führt, lockt schon seit Jahrzehnten Fotofreunde von nah und fern an.
  • Der Königsee-Wasserfall: Der Wasserfall gilt schon seit langem als Instagram-Hotspot. Und das, obwohl es hier schon zu tödlichen Unfällen gekommen ist.
  • Die Kreidefelsen auf Rügen: Vor allem wenn es viel geregnet hat oder im Winter kann dieses eigentlich schöne Panorama zur Gefahr für den Menschen werden.

Über die Deutsche Vermögensberatung Gruppe

Rund 8 Millionen Kunden setzen bei den Themen Finanzen, Vorsorge und Absicherung auf die Kompetenz und Erfahrung der Deutschen Vermögensberatung Unternehmensgruppe. Getreu dem Leitsatz „Früher an Später denken“ bietet sie in mehr als 5.000 Direktionen und Geschäftsstellen seit über 45 Jahren eine branchenübergreifende Allfinanzberatung. Damit ist das Familienunternehmen Deutschlands größte eigenständige Finanzberatung. Bleiben Sie informiert – über www.dvag.de oder via Twitter @DVAG.

Expertentipp: Hochsaison für Freiluftsportler: So sichern sich Wanderer, Läufer und Radler richtig ab

Die Menschen in Deutschland bewegen sich gerne unter freiem Himmel. Eine private Unfallversicherung schützt Freizeitsportler im Ernstfall vor ungeahnten Kosten. Wer im Ausland sportlich aktiv sein möchte, sollte zusätzlich eine Reisekrankenversicherung abschließen.

Fotoquelle: CosmosDirekt / Adobe Stock

Wandern ist in Deutschland eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Immerhin 14,3 Prozent der Bevölkerung wandert mindestens einmal im Monat[1] und das Interesse an schönen Routen ist besonders im Corona-Jahr 2020 noch gestiegen: Die Google-Suchanfragen zum Thema „Wandern“ haben sich im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht.[2] Doch ganz gleich, ob zu Fuß oder mit dem Rad – bevor es in die Natur geht, sollten Freizeitsportler für den Ernstfall abgesichert sein. CosmosDirekt, der Direktversicherer der Generali in Deutschland, klärt auf, was dabei zu beachten ist.

RISIKO RICHTIG EINSCHÄTZEN

„Nicht nur bei Kontaktsportarten wie Fußball besteht ein höheres Unfallrisiko[3], sondern auch bei scheinbar weniger gefährlichen Sportarten wie Wandern oder Radfahren ist das Verletzungsrisiko nicht zu unterschätzen“, sagt Sebastian Dietze, Versicherungsexperte bei CosmosDirekt. Hobbysportler sollten daher Risiken richtig einschätzen, um Unfällen vorzubeugen. Sollte dennoch etwas passieren, kann die richtige Versicherung vor bösen finanziellen Überraschungen schützen.

INVALIDITÄTSLEISTUNG VEREINBAREN

Wanderer beispielsweise sollten sich, bevor es in die Berge geht, nach einem umfassenden Versicherungsschutz erkundigen: „So können zum Beispiel Kosten für eine erforderliche Such-, Rettungs- und Bergungsaktion sowie der Transport ins Krankenhaus oder nach Hause über eine private Unfallversicherung abgesichert werden, sofern die Krankenkasse die Kosten nicht oder nicht ganz übernimmt“, erklärt Sebastian Dietze. Diese Police hilft auch, wenn langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen infolge eines Unfalls bleiben. „Dazu sollte in jedem Fall eine Invaliditätsleistung vereinbart werden“, rät Sebastian Dietze. Auch gut zu wissen: Wer eine private Unfallversicherung hat, ist in der Regel rund um die Uhr und weltweit geschützt.

EXTRASCHUTZ FÜR AKTIVURLAUBER

Tauchen in der Karibik oder Marathonlaufen in New York – Sportbegeisterte möchten ihre Bewegungsfreiheit auch im Urlaub genießen. „Behandlungen, Medikamente oder ein medizinisch sinnvoller Rücktransport nach Hause bei einer Krankheit oder einem Unfall können im Reiseland teuer werden“, sagt Sebastian Dietze. Denn zurück in Deutschland werden von der Krankenkasse maximal die Kosten erstattet, wie sie bei einer Behandlung in Deutschland entstanden wären. Eine Reisekrankenversicherung übernimmt einen Großteil der Kosten, für die die gesetzliche Krankenkasse nicht aufkommt.

Generali Deutschland AG
Adenauerring 7
81737 München

www.cosmosdirekt.de
www.generali.de

AOK Sachsen-Anhalt – Vorsorge: Mehr Kinder beim Zahnarzt

Immer mehr Eltern nehmen die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen mit ihren Kindern in Anspruch. Das zeigt eine Analyse der AOK Sachsen-Anhalt für ihre Versicherten. Allein die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen für den 30. bis 72. Lebensmonat wuchs von 7130 im Jahr 2019 auf 9560 im vergangenen Jahr. Insgesamt stiegen die Ausgaben für diesen Bereich in diesem Zeitraum um knapp 35 Prozent.

Magdeburg – „Eine wissenschaftliche Analyse der Gründe liege zwar noch nicht vor, erfahrungsgemäß spielten aber mehrere Faktoren eine Rolle“, sagt Kay Nitschke, Leiter des Fachbereichs Ärztliche und Zahnärztliche Versorgung. Zum einen verzeichnete die AOK Sachsen-Anhalt in den zurückliegenden Jahren einen deutlichen Mitgliederzuwachs auch in den jüngeren Altersgruppen. Somit kommen insgesamt mehr Kinder in den Genuss der umfangreichen Kassenleistungen.

Vorsorgeangebote flexibler gestaltet

Zweitens sei das Vorsorgeangebot in diesem Bereich neu strukturiert, das bisher relativ starre System flexibler gestaltet worden. Denn die zeitlichen Intervalle der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen wurden mit den ärztlichen Kinder-Vorsorgeuntersuchungen abgestimmt. Demnach sind für gesetzlich versicherte Kleinkinder vom 6. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat jetzt drei neue zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen (FU 1) vorgesehen. Die Früherkennung für Kinder vom 34. (bisher 30.) Lebensmonat bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr blieb erhalten (FU 2).

Gesundheitsthemen wichtiger geworden

Nicht zuletzt spiele vermutlich die höhere Beachtung von Gesundheitsthemen in den Familien eine Rolle. Hier habe sich wohl auch die Corona-Pandemie sensibilisierend ausgewirkt. „Die Menschen achten mehr auf ihre Gesundheit und die ihrer Kinder“, sagt Nitschke. Sie hätten die Zeit des Lockdowns auch genutzt, um sich um ihre gesundheitlichen Belange zu kümmern und zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

„Vorsorge ist in!“ sagt der AOK-Experte und freut sich, dass der alte Spruch „Vorsorge ist besser als heilen“ wieder verstärkt zum Tragen kommt. Davon profitierten schließlich beide Seiten: Die Versicherten, indem ihnen schlimmere Erkrankungen erspart blieben, die Krankenkassen, indem sie auf Dauer Kosten für die Behandlung sparen. Je früher man mit der Vorsorge beginne, desto besser. Es sei daher wichtig, dass Eltern zusammen mit dem behandelnden Zahnarzt Ängste nehmen oder gar nicht erst aufkommen lassen, sagt Nitschke. Der Leistungskatalog der AOK Sachsen-Anhalt biete dafür die besten Voraussetzungen.

Mit Gelassenheit zum Zahnarzt

Der erste Besuch beim Zahnarzt könne darüber entscheiden, ob das Kind Angst entwickelt oder den Zahnarztbesuchen gelassen entgegenblickt. Wichtig sei es deshalb auch, nicht erst in die Praxis zu kommen, wenn das Kind Zahnschmerzen hat und bereits Karies entstanden ist. Der erste Zahnarztbesuch sollte bereits im ersten Lebensjahr erfolgen, wenn der erste Zahn durchgebrochen ist. Das Kind gewöhne sich damit früh an die Situation in der Praxis. Eltern bekämen wichtige Hinweise für die Zahngesundheit ihres Kindes.

Was Eltern tun können

– Besser nicht drohen, dass das Kind zum Zahnarzt muss, wenn es die Zähne nicht putzen will. So verknüpft es den Gang dorthin zukünftig mit etwas Negativem.
– Loben, wenn das Kind tapfer war, aber keine Belohnungen versprechen. Kinder sollten lernen, dass der Zahnarztbesuch etwas ganz Normales ist. – Keine Vorwürfe, wenn das Kind den Mund nicht aufmachen möchte. Es sollte das Gefühl haben, dass es zu nichts gezwungen wird.
– Wenn das Kind sehr ängstlich oder bockig ist, schadet es mehr als es nutzt, wenn Zahnarzt, Praxispersonal und Eltern auf das Kind einreden. Besser ist es, Erklärungen und Motivierungsversuche dem Zahnarzt zu überlassen.

Internet: www.aok.de
Mehr Informationen: www.deine-gesundheitswelt.de  Facebook: www.facebook.com/AOK.SachsenAnhalt 

Wie man Münzen, Barren und Wertpapiere günstig kauft

Als Geldanlage ist Gold beliebter denn je. Die Zeitschrift Finanztest sagt in ihrer aktuellen Ausgabe, wo man es günstig kaufen kann, warum es eine gute Depotergänzung ist und wer besser zu Gold-Wertpapieren als zu echten Barren oder Münzen greifen sollte. Außerdem nennen die Finanzexperten der Stiftung Warentest mögliche Fallstricke.

Wer physisches Gold besitzen will, sollte größere Barren ab 100 Gramm oder Standardmünzen in der Einheit 1 Feinunze (31,1 Gramm) kaufen. Finanztest hat für 10 bundesweite Edelmetallhändler und Filialbanken die Preise hierfür ermittelt: Günstige gibt es schon mit einem Preisaufschlag zwischen 1 und 2 Prozent auf den aktuellen Goldpreis. Bei 1-Gramm-Barren liegt der Aufschlag hingegen zwischen 7 und 38 Prozent. Das ist wirtschaftlich unvernünftig, deshalb eignen sich kleinste Goldeinheiten generell nicht als Geldanlage.

Wer sein Gold nicht unbedingt in Form von Barren oder Münzen haben will, findet in Gold-ETC (Exchange Traded Commodities, auf Deutsch: börsengehandelte Rohstoffe) eine einfache und preiswerte Möglichkeit, sein Wertpapierdepot zu erweitern. Finanztest listet auf, was Gold-ETC-Sparpläne bei Banken und Onlinebrokern kosten und welche Gold-ETC als Depotergänzung empfehlenswert sind.

Der Test Anlegen in Gold findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/gold abrufbar.