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Upcyclen statt wegschmeißen: Wie aus Planen Laptoptaschen und Windschutz für die Landwirtschaft werden

Halle (S.) (ots) Derzeit läuft das große Aufräumen nach der EinheitsEXPO in Halle (S.): Die Glascubes werden ausgeräumt und abgebaut, ebenso wie die rund 250 großen Banner mit Infos, Fotos und Wegmarkierungen rund um die EinheitsEXPO zum Tag der Deutschen Einheit.

Stelen zur EinheitsEXPO in Halle (S.) // (c) Staatskanzlei / Thomas Meinicke .

Statt zu Müll werden die Banner und Planen nun zum guten Zweck – in ihrem zweiten Leben als Taschen, Sonnen- oder Windschutz. Die Leipziger Firma „Trash Galore“ kümmert sich um die Wiederverwendung. Immerhin 3,5 Tonnen Material kommen so zusammen, insgesamt 1.700 m² PVC-Planen. „Upcycling“ heißt das Zauberwort und beschreibt die nachhaltige Wiederverwendung von Materialien. So gehen die Planen an Landwirtschaftsunternehmen ebenso wie an Behindertenwerkstätten.

Der größte Abnehmer ist die hallesche Kinderstadt, die im kommenden Sommer auf der Peißnitzinsel stattfinden wird. Dort bauen sich Kinder ihre „eigene Stadt“ und für die Gestaltung kann man die PVC-Planen gut gebrauchen, zum Beispiel als Regenschutz oder zur Ausgestaltung der Räumlichkeiten.

Stelen zur EinheitsEXPO in Halle (S.) // (c) Staatskanzlei / Thomas Meinicke

Ebenso bekommt der Bauspielplatz Freiimfelde einige Planen: Dort können Kinder den ganzen Tag hämmern und basteln. Mit Hilfe der Planen erweitern sie ihren Spielplatz, den sie unter der Anleitung von Pädagogen selbst gestalten.

Und ein Stück EinheitsEXPO kann später auch jeder zu sich nach Hause holen, denn die halleschen Behindertenwerkstätten gestalten aus den Planen unter anderem Laptoptaschen. Die sind dann später über den Onlineshop erhältlich.

Auch die Landwirtschaftsunternehmen Kleine Feldwirtschaft Landsberg und Kola Leipzig bekommen „Einheitsplanen“ ab. Dort werden sie unter anderem als Windschutz und Schattenspender genutzt, damit die Pflanzen gut gedeihen können.

Seit 2019 sorgt Trash Galore schon für Nachhaltigkeit in der Eventbranche. Ein großes Projekt war das MELT-Festival in Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt. Teile der Ausstattung gingen danach an ein kleines Kunstfestival und legten damit den Grundstein zum nachhaltigen Event-Kreislauf.

Die Wiederverwertung der Banner ziehlt auf das diesjährige Motto zum Tag der Deutschen Einheit – „gemeinsam Zukunft formen“. Da darf der Aspekt der Nachhaltigkeit nicht fehlen.

Alle Highlights sehen Sie online auf www.tde2021.de. Alle Infos zu den Feierlichkeiten und weiterführende Inhalte finden Sie auf der Homepage zum Tag der Deutschen Einheit (https://tag-der-deutschen-einheit.de) sowie auf den Kanälen der Sozialen Netzwerke Facebook (https://www.facebook.com/tde2021), Instagram (https://www.instagram.com/gemeinsamzukunftformen/), YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCOc0eBEkKxWIHW_uampEQGw) und Twitter (https://twitter.com/tde2021). #TDE2021

Web: https://www.tag-der-deutschen-einheit.de

Bundesratspräsident Haseloff zieht Bilanz – Föderalismus ist eine Erfolgsgeschichte

Berlin (ots) In wenigen Wochen endet die Bundesratspräsidentschaft Sachsen-Anhalts. Traditionell hält der Bundesratspräsident am Ende seiner Amtszeit eine Bilanzrede.

Ministerpräsident Reiner Haseloff // (c) Staatskanzlei / Schlüter

Bundesratspräsident Dr. Reiner Haseloff betonte am Freitag im Bundesrat: „Unsere Demokratie lebt auch von starken und selbstbewussten Institutionen. Zu ihnen gehört seit mehr als sieben Jahrzehnten der Bundesrat. Der Föderalismus in unserem Land ist zu einer lebendigen und selbstverständlichen Realität geworden. Das föderale Prinzip hat sehr viel zur Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland beigetragen, und diese Erfolgsgeschichte wollen wir weiter fortschreiben.

Haseloff machte auch deutlich: „Unsere Freiheit und unser föderales System sind keine Selbstläufer. Wir beobachten in letzter Zeit einen schwindenden Respekt gegenüber demokratischen Normen und Institutionen.“ Haseloff rief zu Zivilcourage auf: „Wir alle müssen für eine offene Gesellschaft eintreten. Jeden Tag aufs Neue und mit großer Entschiedenheit. Hass und Hetze dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Es muss vielmehr ein Klima der Toleranz und des gegenseitigen Respekts herrschen. Nur dann können Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in Frieden miteinander leben. Auf dieser Grundlage wollen wir weiter gemeinsam Zukunft formen. Das Motto unserer Bundesratspräsidentschaft gilt über den Tag hinaus.“

Hintergrund

Die einjährige Bundesratspräsidentschaft Sachsen-Anhalts endet am 31. Oktober dieses Jahres. Gemäß Artikel 52 Absatz 1 des Grundgesetzes wählt der Bundesrat seinen Präsidenten auf ein Jahr. Die Wahl folgt einer festgelegten Reihenfolge, die durch die Einwohnerzahl der Länder bestimmt wird. Haseloff wird auch im kommenden Jahr als erster Vizepräsident dem Präsidium des Bundesrates angehören.

Internet: www.stk.sachsen-anhalt.de

Covid-19 in Sachsen-Anhalt: Mehrzahl der Beatmungspatienten in nur wenigen Krankenhäusern versorgt

Eine Auswertung der AOK Sachsen-Anhalt unter ihren Versicherten zeigt, dass die Hälfte der Krankenhäuser im Land fast 80 Prozent der Covid-19-Beatmungspatienten behandelt hat. Die Zahlen bestätigen auch für Sachsen-Anhalt den bundesweiten Trend, wonach in der Pandemie der Großteil der erkrankten Patienten in größeren, erfahreneren Krankenhäusern versorgt wurden. Genau aus diesem Grund müsse laut AOK die Spezialisierung von Krankenhausleistungen weiter auf der politischen Agenda bleiben.

Krankenhaus, Intensivstation. Intensivkrankenpfleger betreut Patient im Spezialbett, Medizinische Geraete fuer die Versorgung, Beatmung des Patienten. Automatische Ueberwachung der Vitalfunktionen, wie Herzschlag, Puls, Blutdruck, usw. Deutschland, Europa.

29. September 2021 / Magdeburg – Von Februar 2020 bis August 2021 wurden in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern über 6.200 AOK-Versicherte mit einer bestätigten Covid-19-Erkrankung behandelt. 13 Prozent davon waren so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden mussten.

Die Hälfte der Kliniken, die Beatmungsfälle versorgt haben, behandelten dabei 79 Prozent aller Beatmungspatienten (Tabelle 1). Die übrigen Fälle verteilten sich auf die restlichen an der Versorgung beteiligten Krankenhäuser mit oftmals sehr kleinen Fallzahlen. Insgesamt wurden von der Hälfte der Krankenhäuser im Land 84 Prozent aller Covid-Fälle versorgt. (Tabelle 2)

Innerhalb dieser Krankenhäuser wiederum trugen die großen Häuser mit einer Bettenanzahl von 300 Betten und mehr die Hauptlast. Mehr als 75 Prozent der Beatmungsfälle und 80 Prozent aller Fälle wurden von diesen Häusern versorgt.

Bundesweiter Trend bestätigt

Die Zahlen bestätigen auch für Sachsen-Anhalt einen Zentralisierungseffekt, nach dem insbesondere bei der Schwere des Krankheitsbildes Covid-19 vor allem geeignete Krankenhäuser mit der entsprechenden Größe, Ausstattung und erfahrenen Behandlungsteams angesteuert wurden. Zuletzt hatte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in seinem Krankenhausreport 2021 festgestellt, dass bundesweit die Hälfte der Kliniken 86 Prozent der Covid-19-Fälle behandelten. Rund die Hälfte der an der Versorgung von Beatmungsfällen beteiligten Krankenhäuser versorgten 83 Prozent der Beatmungspatienten. Die Analyse zeigte auch, dass die größten Krankenhäuser auch die meiste Beatmungserfahrung hatten.

„Gerade in der Krise zeigt sich: Wir brauchen nicht weniger Spezialisierung von Kliniken, sondern mehr“, sagt Anna Mahler, Pressesprecherin der AOK Sachsen-Anhalt. „Diese Themen müsse deshalb weiter auf der politischen Agenda bleiben.“

Ziel müsse deshalb die Verbesserung der Versorgungsqualität durch die Spezialisierung stationärer Leistungsangebote sein. Die Behandlungsqualität hängt davon ab, dass jedes Krankenhaus die Behandlung erbringt, für die es auch über eine ausreichende personelle und infrastrukturelle Basis verfügt.

Internet: www.aok.de
Facebook: facebook.com/AOK.SachsenAnhalt
EU-DSGVO: www.aok.de/san/datenschutzrechte

Aktionswoche gegen Lebensmittel verschwendung: Ernährungsindustrie spendet LKW-Kühlaufleger an die Tafel Sachsen-Anhalt

Berlin/Zerbst (ots) Gestern übergab die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungswirtschaft (BVE) im Beisein von Sozialministerin Petra Grimm-Benne einen Kühlcontainer an den Landesverband der Tafel Sachsen-Anhalt. Die Übergabe fand im Vorfeld der bundesweiten Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung statt.

DEU, Deutschland, Zerbst/Anhalt, Fläminger Entenspezialitäten GmbH, 27.09.2021: Spendenaktion für die Tafel (Spendenübergabe eines LKW-Kühlauflegers an die Zerbster Tafel). [Foto: Dietmar Gust für die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V.; Mobil: +49 (0)172 3016574; www.gustfoto.com

Die Teilnahme von Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, an der Spendenübergabe zeigt, wie wichtig die Themen Ehrenamt und Lebensmittelwertschätzung sind.

Spender, Empfänger und Politik vor dem Kühlaufleger (von links nach rechts): Jan Böhm, Geschäftsführer Wikana, Andreas Steppuhn, Vorsitzender der Tafel Landesverbands Sachsen-Anhalt, Ute van Tulden, Gründerin der Zerbster Tafel, Holger Franke, Tafel Magdeburg und Logistik, Andreas Dittmann, Bürgermeister Zerbst, Michael Bügener, Geschäftsführer Fläminger Entenspezialitäten, Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Oliver Kölsch, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. DEU, Deutschland, Zerbst/Anhalt, Fläminger Entenspezialitäten GmbH, 27.09.2021: Spendenaktion für die Tafel (Spendenübergabe eines LKW-Kühlauflegers an die Zerbster Tafel). [Foto: Dietmar Gust

Die Ministerin dankte den beteiligten Unternehmen für die großzügige Unterstützung der Tafeln. „Die Tafeln retten Lebensmittel – und sie geben Lebensmut. Jahr für Jahr werden in Deutschland Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, obwohl viel davon noch genießbar ist. Die Tafeln machen sich gegen diese Lebensmittelverschwendung stark. Sie sammeln und verteilen, und sie helfen damit vielen finanziell benachteiligten Menschen. Das Engagement der Ehrenamtlich kann gar nicht hoch genug bewertet werden.“

Die Ernährungsindustrie kooperiert seit langem mit den Tafeln und anderen Organisationen, um Lebensmittelverluste zu reduzieren. „Die Großspenden aus der Industrie übersteigen oft unsere Lagerkapazitäten“, sagt der Vorsitzende der Tafeln Sachsen-Anhalt, Andreas Steppuhn. „Durch den neuen LKW-Kühlaufleger können wir in Zukunft auch größere Spenden kühlpflichtiger Waren bis hin zu Tiefkühlkost annehmen und zwischenlagern. Das ist eine wirklich gute Sache.“

Für die Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie gehört Vermeidung von Lebensmittelabfällen längst zur DNA der Lebensmittelhersteller. „Wir suchen immer nach neuen Wegen, um gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, mit der Politik und allen Partnern in der Wertschöpfungskette Lebensmittelverluste so gering wie möglich zu halten“, sagt Olivier Kölsch, Geschäftsführer der BVE. „Mit der Spende eines Kühlauflegers können wir praxisnah und unbürokratisch einen Beitrag leisten, dass noch mehr Lebensmittel gerettet und Menschen mit hochwertigen Produkten versorgt werden.“

Auch die Zerbster Kindertafel wurde mit Unterstützung der Kita Benjamin Blümchen bei der Gestaltung des Kühlauflegers kreativ eingebunden und konnte die Außenfläche mit selbst gemalten Bildern gestalten. Schließlich sollen schon die Jüngsten für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert werden.

Unterstützt wurde die Spendenaktion durch Produktspenden der Unternehmen Coca-Cola, Danone, Dr. Oetker, Fläminger Entenspezialitäten, Kuchenmeister, Pepsi und Wikana.

„Wir danken der Tafel Sachsen-Anhalt und den beteiligten Unternehmen für die tolle Zusammenarbeit und freuen uns, dass wir anlässlich des Internationalen Tages des Bewusstseins für Nahrungsmittelverluste und -verschwendung sowie der Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung in Deutschland gemeinsam ein Zeichen setzen konnten“, so Olivier Kölsch.

Die Ernährungsindustrie ist mit einem jährlichen Umsatz von 185 Mrd. der viertgrößte Industriezweig Deutschlands. Über 610.000 Beschäftigte in 6.100 Betrieben versorgen die Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Dabei ist die Branche klein- und mittelständisch geprägt: 90 Prozent der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an. Die Exportquote von 33 Prozent zeigt, dass Kunden auf der ganzen Welt die Qualität deutscher Lebensmittel schätzen.

www.ernaehrungsindustrie.de

BUNDESTAGSWAHL 2021: ZWEITE HOCHRECHNUNG! SPD vor der Union – Linke muss zittern

WELT Nachrichtensender BUNDESTAGSWAHL 2021: ZWEITE HOCHRECHNUNG! SPD vor der Union – Linke muss zittern I EILMELDUNG Die jüngste ZDF-Hochrechnung zeigt die SPD bei 25,6 Prozent und die Union bei 24,4 Prozent. Demnach kommen die Grünen auf 14,7 Prozent, die FDP auf 11,6 Prozent, die AfD auf 10,3 Prozent und die Linke auf 5,0 Prozent.

BUNDESTAGSWAHL 2021: ZWEITE HOCHRECHNUNG!

#bundestagswahl2021 #zweitehochrechnung #spd Der WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Abonniere den WELT YouTube Channel http://bit.ly/WeltVideoTVabo Die Top-Nachrichten auf WELT.de http://bit.ly/2rQQD9Q Unsere Reportagen & Dokumentationen http://bit.ly/WELTdokus Die Mediathek auf WELT.de http://bit.ly/2Iydxv8 WELT Nachrichtensender auf Instagram https://bit.ly/IGWELTTV WELT auf Instagram http://bit.ly/2X1M7Hk

Wie lernt mein Kind, mit Geld umzugehen?

Elternratgeber der SOS-Kinderdörfer

„Kann ich das haben??? … Alle anderen haben das auch!“ Die Wünsche von Kindern und Jugendlichen sind oft größer als der Geldbeutel. „Dass Geld nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, müssen Kinder erst lernen“, sagt Birgit Satke, Leiterin der Beratungsstelle „Rat auf Draht“ der SOS-Kinderdörfer in Österreich. Je früher Kinder die Bedeutung und den Mechanismus von Geld begreifen, desto leichter fällt es ihnen später, reflektiert mit Geld umzugehen.

Nicht alles, was Spaß macht, muss Geld kosten. Im aktuellen Ratgeber der SOS-Kinderdörfer erfahren Eltern, wie sie ihren Nachwuchs beim achtsamen Umgang mit Geld unterstützen können. Je früher Kinder die Bedeutung und den Mechanismus von Geld begreifen, desto leichter fällt es ihnen später, reflektiert damit umzugehen.

So können Eltern ihre Kinder dabei unterstützen:

#1 Erwachsene sind Vorbilder.

Lange bevor Kinder den Wert einzelner Münzen und Scheine einschätzen können, bekommen sie mit, wie die Eltern damit umgehen. Lassen Sie Ihr Kind teilhaben und zum Beispiel wissen, dass auch Sie Wünsche haben, für die Sie sparen müssen. Auf die Erfüllung von Wünschen warten zu können ist wichtig, um sich später in unserer Konsumwelt gut zurecht zu finden.

#2 Geld wächst nicht im Bauch des Bankomaten.

Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, was Geld bedeutet und woher es kommt. Denn Plastikkarten und Bankomat spiegeln eine falsche Realität vor. Kinder verstehen den Geldfluss nur, wenn man ihnen erklärt, dass Geld mit Arbeit verbunden und beschränkt ist.

#3 Erstes Taschengeld

Um einen maßvollen Umgang zu lernen, brauchen Kinder eigenes Geld, über dessen Verwendung sie selbst entscheiden dürfen. Regelmäßiges Taschengeld ist ab dem Schuleintritt sinnvoll, wenn Kinder schon kleinere Beträge nachrechnen und den Dingen einen Wert zuordnen können. Zahlen Sie das Taschengeld regelmäßig, unaufgefordert und in fester Höhe aus. Die Auszahlung sollte zunächst wöchentlich erfolgen, da unter 10-Jährige noch nicht so lange planen können, dann monatlich. Wenn der Nachwuchs vor der nächsten Rate schon pleite ist, besprechen Sie, wie es dazu kam und wie man es das nächste Mal besser machen kann.

#4 Taschengeld ist kein Druckmittel

Knüpfen Sie an das Taschengeld keine Bedingungen. Zahlen Sie es nicht fürs Bravsein aus und bestrafen Sie die Kinder nicht mit dem Entzug von Taschengeld, zum Beispiel bei schlechten Noten.

#5 Verwendung des Taschengelds

Das Taschengeld sollte nicht für notwendige Anschaffungen wie Schulsachen oder das Mittagessen verwendet werden müssen. Es ist für Dinge da, die Ihr Kind gerne zusätzlich hätte. Bewerten Sie die Ausgaben nicht mit Kommentaren wie „sinnvoll“ oder „überflüssig“. Machen Sie das Taschengeld aber auch nicht überflüssig, indem Sie selbst fast alle Wünsche Ihrer Kinder erfüllen.

#6 Geld macht nicht glücklich.

Zeigen Sie Ihrem Kind, welche kostenfreien Möglichkeiten es gibt, Spaß zu haben. Nicht jeder Ausflug muss Geld kosten und nicht jede Minute Freizeit mit Konsum gefüllt sein. Gehen Sie zum Beispiel gemeinsam Kastanien sammeln oder besuchen Sie Second-Hand-Läden. Gebrauchte Spielsachen machen genauso viel Spaß, schonen Geldbeutel und Umwelt, und Kinder lernen, dass diese Gegenstände noch immer einen Wert haben.

Web: www.sos-kinderdoerfer.de

ISUV – Veranstaltungen Oktober 2021

Manfred Ernst
Leiter der ISUV-Kontaktstellen in Sachsen-Anhalt

Manfred Ernst


ISUV-Kontaktstelle Wolfsburg
ISUV-Kontaktstelle Rostock
Tel. 0170 5484542

Wir sind eine Selbsthilfeorganisation seiner Mitglieder und stehen allen im Bereich Familien- und Unterhaltsrecht Hilfesuchenden offen

Als gemeinnütziger Interessenverband arbeiten wir seit mehr als 40 Jahren in allen Bereichen des Familienrechts und sind mit etwa 6.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste, bundesweit arbeitende Familienrechtsverband in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Mitarbeit im Verband geschieht ehrenamtlich. Der Verband ist seit vielen Jahren beim Zentralfinanzamt Nürnberg als gemeinnützig anerkannt und beim Amtsgericht Nürnberg im Vereinsregister unter der Register-Nr. 3569 eingetragen.

Der Verband wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Gesellschaft die Probleme der Getrenntlebenden und Geschiedenen, der Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft und die von deren Kindern häufig ignoriert. Das führt dazu, dass das geltende Familien- und Unterhaltsrecht, das Kindschaftsrecht und die Rechtsprechung der Familiengerichte zahlreiche Mängel aufweisen.

Magdeburg
Montag, 11. Oktober, Beginn: 18 Uhr
Ort: 39112 Magdeburg, Wiener Str. 2 („Der Paritätische“)
Thema: Trennung und Scheidung: Auswirkungen auf Erbrecht, Testament und Ehevertrag

Referat: Fachanwältin für Erb- und Familienrecht

Salzwedel
Donnerstag, 14. Oktober, Beginn: 18 Uhr
Ort: 29410 Salzwedel, Schmiedestr. 13 „“Familienhof“)
Thema: Unterhalt bei Trennung und Scheidung – Was steht mir zu, was muss ich zahlen?
Referat: Fachanwältin für Erb- und Familienrecht

Web: ISUV.de


37 neue Stolpersteine in Magdeburg verlegt

Seit Anfang Juli gibt es 37 neue Gedenksteine für in der Nazi-Diktatur entrechtete, verschleppte und ermordete MagdeburgerInnen.

37 neue Stolpersteine in Magdeburg

Die Stolpersteine hätten eigentlich schon 2020 verlegt werden sollen – die Einschränkungen der Corona-Pandemie verhinderten dies. Die 31. Verlegung der Stolpersteine begann im Stadtteil Sudenburg, führte dann über den Hasselbachplatz in den Innenstadtbereich und endete im Kaiser-Otto-Ring. Es handelt es sich jeweils um die letzte, frei gewählte Adresse früherer BürgerInnen von Magdeburg. Im Rahmen einer kleinen Gedenkzeremonie standen Gedenkblätter, die das Leben der einzelnen Personen und Familien reflektieren, im Mittelpunkt. Die Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport, Regina-Dolores Stieler-Hinz, zitierte den libanesisch-amerikanischen Maler und Dichter Kahlil Gibran (1883-1931): „Erinnerung ist eine Form der Begegnung.“ Dank gilt allen die die städtische Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Magdeburg“ unterstützen. Dieses Mal besonders der Schulklasse KBM 17d der Berufsbildenden Schule „Eike von Repgow“ und ihrer Lehrerin Elke Rühling.
Nun sind in Magdeburg 599 Stolpersteine zu finden.

Alle Informationen zu den Stolpersteinen, das Namensverzeichnis und die Gedenkblätter der Opfer sowie eine interaktive Karte sind unter:
www.magdeburg.de/StolpersteinefuerMagdeburg
zu finden.

Web: https://www.kulturmd.de

ISUV-Vorträge September 2021

Manfred Ernst
Leiter der ISUV-Kontaktstellen in Sachsen-Anhalt

Manfred Ernst – ISUV

ISUV-Kontaktstelle Wolfsburg
ISUV-Kontaktstelle Rostock

Tel. 0170 5484542
Web: ISUV.de

Veranstaltungen September

Magdeburg

Montag, 6. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 39112 Magdeburg, Wiener Str. 2 („Der Paritätische“)
Thema: Das Trennungs- und Scheidungsverfahren – Ein Familienrichter informiert
Referat: Familienrichter

Mittwoch, 8. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 39104 Magdeburg, Krügerbrücke 2 (Familieninformationsbüro-FIB)
Thema: Info-Treff für Trennungs- und Scheidungsbetroffene sowie für Getrennterziehende – Informationen, rechtliche Hinweise, praktische Tipps: Sie fragen, Experten antworten
Referat: ISUV-Team

Schönebeck
Mittwoch, 22. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 39218 Schönebeck, Bahnhofstr. 11/12 (gegenüber dem Bahnhof)
Thema: Unterhalt bei Trennung/Scheidung – Wer zahlt wie viel an wen?
Referat: Rechtsanwältin

Gardelegen
Donnerstag, 30. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 39638 Gardelegen, Rosenweg 12 (Rosen- Gesundheitscenter)
Thema: Ehe aus – Getrennt leben, aber verheiratet bleiben?
Referat: Fachanwältin für Erb- und Familienrecht

Stendal
Montag, 13. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 39576 Stendal, Hohe Bude 5 („Färberhof“/Nähe Kornmarkt)
Thema: Ehe oder Partnerschaft aus – Was bleibt von Vermögen, Schulden, Erbe, Haus?
Referat: Fachanwalt für Familienrecht

Dessau
Dienstag, 21. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 06844 Dessau, Erdmannsdorffstr. 3 (Volkshochschule)
Thema: Altersarmut durch Scheidung? Aufteilung der Rente/Pension, nachehelicher Unterhalt, Erbrecht
Referat: Fachanwalt für Familienrecht

Halberstadt
Mittwoch, 15. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 38820 Halberstadt, Eike-von-Repgow-Str. 15 (AWO)
Thema: Altersarmut durch Scheidung? Aufteilung der Rente, nachehelicher Unterhalt, Erbrecht
Referat: Fachanwalt für Familienrecht

Halle
Dienstag, 7. September, Beginn: 18 Uhr
Ort: 06108 Halle, Puschkinstr. 27 (Nähe August-Bebel-Platz)
Thema: Ehe/Partnerschaft aus – Was bleibt von Vermögen, Erbe, Schulden, Haus?
Referat: Rechtsanwältin

Der Krieg in Afghanistan war ein Debakel

Menschenrechte, Demokratie, Sicherheit, Frieden – keinem dieser hehren Ziele sind die USA mit der Bundesregierung im Schlepptau auch nur einen Schritt näher gekommen.

Ernst H. Brink

Wie auch? Mit Bomben schafft man keinen Frieden und mit jedem unschuldigen zivilen Opfer spielte man nur den Taliban in die Hände. Nicht nur 59 deutsche Soldaten, 2442 US-Soldaten und etwa 50.000 Taliban-Kämpfer haben in diesem sinnlosen Krieg ihr Leben gelassen, sondern auch über hunderttausend afghanische Zivilisten allein seit 2009. Der fast 20 Jahre währende Interventionskrieg in Afghanistan ist in einem Fiasko geendet. Die Taliban sind zurück an der Macht – stärker und besser bewaffnet als je zuvor. Dank der Übernahme des milliardenschweren Waffenarsenals der afghanischen Armee befinden sich nun Millionen Handfeuerwaffen, über tausend Schützenpanzer, eine größere Zahl Kampfhubschrauber und sogar eine Drohnenflotte in den Händen der Gotteskrieger. Da die USA und ihre Verbündeten nicht einmal fähig waren, einen halbwegs geordneten Übergang zu organisieren, müssen nun zigtausende Afghanen, die für westliche Organisationen gearbeitet haben, um ihr Leben fürchten. Es ist mehr als erbärmlich, dass die Bundesregierung nicht einmal für die rechtzeitige Evakuierung der von ihr sogenannten “Ortskräfte” gesorgt hat – obwohl sie dazu in einem Antrag der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag bereits vor Wochen aufgefordert wurde. Haben Merkel, Maas, Kramp-Karrenbauer und Seehofer die Realität in Afghanistan konsequent verdrängt oder war ihnen das Schicksal dieser Menschen egal? Wie dem auch sei – beides wäre ein hinreichender Grund für sie alle, zurückzutreten.

Nun gilt es, aus dem Desaster die Konsequenzen zu ziehen. Die Bundesregierung hat in der Afghanistan-Krise komplett versagt und in Verkennung der realen Lage offensichtlich keinerlei Notfallpläne für Evakuierungen gemacht. DIE LINKE hat zuletzt im Juni vergeblich in einem Antrag die dringende Evakuierung der Ortskräfte gefordert. Es ist eine Schande, dass nach wochenlanger Untätigkeit und Blockade jetzt tausende Helferinnen und Helfer in dem von den Taliban kontrollierten Afghanistan im Stich gelassen werden und um ihr Leben bangen müssen. Dies zeigt das totale Versagen der Bundesregierung. Nicht der militärische Abzug aus Afghanistan war falsch, sondern der Krieg, in dem zehntausende Afghanen und auch tausende Soldaten aus den NATO-Staaten sinnlos gestorben sind, darunter 59 aus Deutschland. Der Afghanistan-Einsatz zeigt nachdrücklich: Demokratie und Freiheit können nicht mit Panzern und Bomben oktroyiert werden. Nach der Kapitulation der von der NATO ausgebildeten und aufgerüsteten afghanischen Armee und Flucht der vom Westen unterstützten afghanischen Regierung ins Ausland ist die islamistische Terrorgruppe der Taliban eine hochgerüstete Streitmacht mit modernstem Kriegsgerät.

Besonders arrogant ist dann der Auftritt von Herrn Röttgen bei Maischberger, als er zu Herrn Gysi sagt:“Über die Evakuierung der Ortskräfte entscheidet nicht ein Antrag der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, sondern die Regierung.“ Diese Arroganz der Macht kann nun vielen afghanischen Helfern das Leben kosten. Für dieses arrogante Versagen der Bundesregierung gilt nur eins: Am 26. September die Richtigen wählen!

Ernst H. Brink